Konzeptvorstellung: Mikrobielle Brennstoffzelle

Über das Projekt

Mikrobielle Brennstoffzellen erzeugen Energie aus Urin

Trockentrenntoiletten können in Entwicklungsländern eine umweltfreundliche Art der Sanitäranlage darstellen, da sie kein zusätzliches Wasser oder Chemikalien benötigen. Während die festen Bestandteile der Ausscheidungen zur Kompostierung oder zur Biogaserzeugung verwendet werden können, kann aus dem Urin in einer mikrobiellen Brennstoffzelle elektrischer Strom erzeugt werden. Dieser Strom kann beispielsweise für die Beleuchtung der Sanitäranlagen genutzt werden, um diese nachts praktikabler und sicherer zu machen.

Wie funktioniert das?

Im Urin kommen natürlicherweise Bakterien vor, die kleine organische Bausteine, die wir Menschen sozusagen "übrig gelassen" haben, zersetzen können. Dabei entstehen unter anderem Elektronen. Im Normalfall werden diese auf Sauerstoff aus der Umgebung übertragen, aber wenn nicht genug Sauerstoff vorhanden ist, können die Bakterien die Elektronen auch auf eine Elektrode übertragen. So entsteht nutzbarer, elektrischer Strom. Was hier genau abläuft, ist in der Animation Brennzstoffzelle zu sehen.

Was wollen wir machen?

Wir finden die Verwendung von mikrobiellen Brennstoffzellen sehr spannend und prüfen zur Zeit, ob wir die Technologie in unseren vielen Trockentrenntoiletten-Projekten einsetzen können. Dazu müssen wir vorab noch einige Tests machen, um zu sehen wie hoch unsere Stromausbeute ist und ob wir diese dann sinnvoll nutzen können. Außerdem wollen wir prüfen, ob die Technologie zuverlässig ist und vorort gewartet werden kann. Denn wie immer gilt: So einfach wie möglich, so technisch wie nötig!  
Information

Projektleitung

Franziska Enzmann


Regionalgruppen

  • Rhein-Main

Projektkategorie

      Energie

Zeitraum

August 2019 - August 2019

Projektphase

abgeschlossen


Aktuelles

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