Entsorgung biomedizinischer Abfälle im Senegal

Über das Projekt

Projektbeschreibung

Ausgangssituation 
Infektiöser Krankenhausmüll wird im Senegal zum größten Teil offen verbrannt. Diese offenen Feuer sind schädlich für Menschen und Natur, da giftige Rückstände in das Grundwasser gelangen. Außerdem werden bei offenen Verbrennungen keine ausreichend hohen Temperaturen erreicht, sodass die Verbrennung nicht desinfizierend wirkt und sich Erreger weiter ausbreiten können.
Der gemeinnützige Verein Hilfe für Senegal e.V., der im Großraum Thiès zwei Krankenstationen errichtet hat, ist sich dieser Problematik bewusst und bat uns von Technik ohne Grenzen um fachliche und technische Unterstützung.
  
Projektinhalt
Ziel des Projektes ist es, eine sichere Entsorgung des infektiösen Krankenhausmülls zu ermöglichen. Dafür wird in der Nähe des Regionalkrankenhauses in Khombole ein Verbrennungsofen errichtet. In diesem kann der Müll des Krankenhauses sowie der Abfall der nahegelegenen Krankenstationen kontrolliert verbrannt werden. 
Bei dem Ofen handelt es sich um einen doppelwandig gemauerten Verbrennungsofen mit zwei Brennkammern. In der zweiten Kammer kommt es zu einer Nachverbrennung der Gase, wodurch eine rauchgasarme Verbrennung möglich ist. Neben dem Ofen wird eine abschließbare Aufbewahrungsmöglichkeit für den infektiösen Müll gebaut, ein Dach als Regen- und Sonnenschutz errichtet, und eine Deponie für die zurückbleibende Asche angelegt. Das Gesamtsystem basiert auf dem Low-Budget-Prinzip: Einfache aber solide und reparaturunanfällige Technik mit geringstmöglichen Betriebskosten.
Um den Ofen langfristig sicher nutzen zu können, sind Schulungen bezüglich der Bedienung und Wartung des Ofens geplant.
Zudem werden in den Krankenstationen Mülltrennungssysteme eingeführt. Damit diese richtig in den Arbeitsalltag der Krankenhausangestellten integriert werden, werden die Mitarbeiter im fachgerechten Umgang mit Müll geschult. Zudem wird ein allgemeines Verständnis für den bewussten Umgang mit Müll vermittelt.
 
Projektumsetzung
Aufgrund der guten Kooperation mit einem lokalen Techniker im Senegal, der von einem TeoG-Team im Bau, der Bedienung und der Wartung von Verbrennungsöfen geschult worden ist, ist es uns möglich, das Projekt als Remote-Projekt durchzuführen. Das bedeutet, dass wir das Projekt von Deutschland aus koordinieren. Gemeinsam mit dem Krankenhaus in Khombole und der Organisation Hilfe für Senegal e.V. wählen wir einen geeigneten Standort für den Verbrennungsofen und Verantwortliche für die Bedienung und Wartung des Ofens aus. Der lokale Techniker hat sich bereit erklärt, den Bau des Ofens zu übernehmen und im Anschluss eine Schulung bezüglich der Bedienung und Wartung zu geben. Zudem wird im Frühjahr 2020 ein Team der Organisation Hilfe für Senegal e.V. den lokalen Techniker bei der Schulung vor Ort unterstützen. Hierfür werden wir unser fachliches Wissen aufbereiten und alle notwendigen Materialien zur Verfügung stellen.
 
Vielen Dank für Ihr Interesse! 
Fragen und Anregungen sehr gerne an ed.goet@nnamhcah.aral
Information

Spendenstatus

100 % finanziert

1
Spender

100 %
finanziert

0 €
fehlen noch


Projektleitung

Lara Hachmann

Regionalgruppen

  • Erlangen

Projektmitglieder

Emmi Bielmeier
Maximilian Deckelmann
Sophie Hutzler
Sophia Jordan
Stefan Leimbach
Annica Preikschat

Projektkategorie

      Müll

Zeitraum

November 2019 - heute

Projektphase

laufend


Aktuelles

No entries.