Regionalgruppe Aschaffenburg-Alzenau

Über Uns

Regelmäßige Treffen

Wann: Alle 2 Monate

Nächster Termin: 27.03.2019 um 19:30 Uhr

Wo:     Pizzeria da Biagio, Am neuen Berg, 63755 Alzenau

Vereinskonto
Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau
IBAN: DE62 7955 0000 0012 2502 88
BIC: BYLADEM1ASA
Projektfokus
Verbesserung der Bedingungen eines Kreiskrankenhauses in Tansania (Ruanda, Mbinga) mit Schwerpunkten Wasser, Abwasser, Stromversogung, Medizinische Versorgung, Ausbildung/Training
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Technik ohne Grenzen zu Besuch bei der Technischen Hochschule Aschaffenburg

Am 11.7.2019 kam Bischof John Ndimbo aus Mbinga, Tansania nach Alzenau und Aschaffenburg zu Besprechungen über laufende und geplante Projekte. Organisiert wurde der Besuch von der Regionalgruppe Aschaffenburg-Alzenau des Vereins „Technik ohne Grenzen“ (TeoG).

Die Beziehungen zwischen Alzenau und dem Bistum Mbinga wurden 2011 geknüpft von der KAB (Katholische Arbeitnehmerbewegung) und dem Katholischen Frauenbund, seit 2017 ist “Technik ohne Grenzen“ einbezogen sowie neuerdings die Technische Hochschule Aschaffenburg.

Neben kleineren Projekten in der Pfarrei Namswea, wie z.B. diverse Reparaturen und Erweiterungen der örtlichen Wasserversorgung konnte die KAB mit Hilfe von Sponsoren auch größere Projekte realisieren wie den Bau eines Kindergartens und die Ausbildung von Kindergärtnerinnen (Kinder-Missionswerk “Die Sternsinger“) oder die Anschaffung eines geländegängigen Autos (“Kirche in Not“, Bistum Würzburg).

Mit Gründung der Regionalgruppe Aschaffenburg-Alzenau von TeoG rücken technische Projekte in den Fokus. Wir konzentrieren uns zunächst auf das Ruanda Mission Hospital (RMH) nördlich der Stadt Mbinga. Dieses kleine kirchliche Krankenhaus ist eine von nur vier Kliniken, die ein Gebiet größer als Unterfranken mit gut einer halben Million Einwohnern versorgen. Uli Pütz und Wolfgang Zipf erstellten 2017 zusammen mit der Klinikleitung einen Masterplan zur Aufwertung des Krankenhauses. Beim nächsten Besuch 2018 vereinbarten Anett Dylla und Helmut Rohde die beiden ersten Projekte, die Renovierung der gynäkologischen Station und die Verbesserung der Wasserversorgung mit Hilfe eines Tiefbrunnens.

Beide Projekte standen im Mittelpunkt unserer Gespräche mit Bischof John. Das Renovierungsprojekt könnte dieses Jahr realisiert werden, die Finanzierung ist über den Frauenbund als Sponsor gesichert. Die Erneuerung der Wasserversorgung haben wir auf zwei Projekte aufgeteilt. Zunächst wird ein Tiefbrunnen gebohrt, evtl. noch in diesem Jahr vor Beginn der Regenzeit im Dezember. Falls diese Bohrung genügend Wasser in guter Qualität erschließt (wovon wir auf Grund der positiven Ergebnisse von zwei Brunnen in der Umgebung ausgehen), können wir die übrigen Maßnahmen (Pumpe, Solaranlage, Batteriepuffer, Wassertank) in Angriff nehmen.

Sehr erfreulich entwickelt sich die Zusammenarbeit von TeoG mit der Technischen Hochschule Aschaffenburg.

So ist geplant, dass studentische TeoG-Mitglieder die Projekte planen und umsetzen. Außerdem entwarfen Studenten der Fakultät Ingenieurwissenschaften für das „Ruanda Mission Hospital“ ein Power-Management-System, das die Stromversorgung bei maximaler Nutzung von Solarenergie und minimalem Beitrag von Strom aus Kohlenstoff-Energieträgern (Kohlestrom aus dem öffentlichen Netz und Dieselgenerator-Strom) über das gesamte Jahr sicherstellt. Basis der Auslegung war ein elektrisches Lastprofil des Krankenhauses, das im Rahmen des Seminars für vorhandene und zukünftig erwartete Verbraucher erstellt wurde. Das Ergebnis der Simulation zeigt, dass ein 20kW-Photovoltaik-System sogar in der Regenzeit eine 98%ige Deckung des Strombedarfs erzielen und Überschussleistung für eine benachbarte Schule und das Dorf Ruanda bereitstellen könnte. Die Arbeiten wurden bei Anwesenheit der Hochschulpräsidentin Eva-Maria Beck-Meuth sowie den Professoren Kilian Hartmann und Michael Mann, beide auch TeoG-Mitglieder, den Alzenauer TeoG-Vertretern und Bischof Ndimbo präsentiert.

Zur Finanzierung des Wasser-Projekts konnten wir auch den Rotary-Club Alzenau als Sponsor gewinnen. Neben einem finanziellen Beitrag wollen sie uns unterstützen mit ihren Kontakten zu örtlichen Firmen als mögliche weitere Unterstützer.

Auf eigenen Wunsch besuchte Bischof John auch den Alzenauer Bürgermeister Dr. Alexander Legler, den er seit einigen Jahren kennt. Vielleicht können wir ja auch die Stadt Alzenau als Sponsor gewinnen.

Neugründung der Regionalgruppe Aschaffenburg-Alzenau

Am 28.12.2017 trafen sich in Alzenau-Hörstein neun Interessierte mit dem Ziel, innerhalb von Technik ohne Grenzen die Regionalgruppe „Aschaffenburg-Alzenau” zu gründen. Aus Höchstadt war extra Frank Neumann zu diesem Termin angereist. Zu Beginn der Gründungssitzung gab er den Anwesenden einen Überblick über die Ziele und Arbeitsweise von TeoG. Offenbar konnte er die Teilnehmer mit seinen Ausführungen überzeugen, so dass nach reger und kritischer Diskussion alle Anwesenden die Gründungsurkunde unterzeichneten. Zum Leiter der Regionalgruppe wurde Ulrich Pütz einstimmig gewählt.

Die Gründungsmitglieder, allesamt “gestandene” Frauen und Männer, bringen ihre Lebenserfahrung und ihre vielfältigen beruflichen Qualifikationen ein, um die Ziele des Vereins mit eigenen Projekten zu unterstützen. Nicht zu vergessen ihre breitgefächerten Kontakte in der Umgebung von Aschaffenburg und Alzenau, was das Werben weiterer Mitglieder und das Gewinnen von Sponsoren erleichtern sollte.

Die neue Regionalgruppe hat bereits ein erstes Betätigungsfeld gefunden. Ulrich Pütz und Wolfgang Zipf haben im November 2017 die Region Mbinga im äußersten Südwesten Tansanias bereist. Das “Ruanda Mission Hospital” (nicht verwechseln mit dem Land Ruanda!), ein kleines vernachlässigtes “Buschkrankenhaus” soll modernisiert und aufgewertet werden. Mit Bischof John Ndimbo von der Diözese Mbinga, dem Träger dieses Krankenhauses, und der Krankenhausleitung stehen wir in engem Kontakt, um eine “Road Map” und erste konkrete Projekte zu definieren.

Ulrich und Wolfgang gaben an Hand von Bildern und Videos einen Einblick in die Gegend von Mbinga und das Ruanda Mission Hospital. Mit einem guten Rotwein (Danke an Lisa und Uli) feierten die Teilnehmer die Gründung der neuen Regionalgruppe.