Entsorgung biomedizinischer Abfälle in Thailand

Über das Projekt

Projektbeschreibung

Situation
Die Provinz Ubon Ratchathani liegt an den Grenzen zu Kambodscha und Laos und profitiert deutlich weniger von der Wirtschaftskraft des Schwellenlandes Thailand als beispielsweise dessen Hauptstadt Bangkok. Das Krankenhaus im Ort Buntharik (ca. 5.000 Einwohner) verfügt über keine Möglichkeit, anfallenden, infektiösen Krankenhausmüll vor Ort zu entsorgen. Dieser wird mehrfach wöchentlich in die ca. 80 km entfernte Provinzhauptstadt Ubon Ratchathani transportiert und dort verbrannt.

Problematik
Der notwendige Transport infektiöser Abfälle kostet dem Krankenhaus nicht nur Geld und Arbeitszeit, sondern ist auch für die Mitarbeiter nicht gefahrlos. Um den Aufwand zu verringern, kommt es nicht selten zu illegalen Müllablagerungen am Straßenrand. Offen herumliegender Müll wird von Tieren gefressen, die hierdurch Krankheiten verbreiten können. Über das Regenwasser werden Keime ins Grundwasser gespült. Offene Feuer sind nur bedingt für die Vernichtung von Krankenhausmüll geeignet, da meist keine vollständige Desinfizierung und Volumenreduzierung stattfindet.

Projektinhalt
Herr Kresimir Delinic arbeitete mehrfach als Lehrer in der Provinz Ubon Ratchathani und kennt die Missstände sowie einflussreiche Personen vor Ort. Mit ihm als Vermittler sowie auf Basis von technischen und soziologischen Erfahrungen aus einem erfolgreich abgeschlossenen Vorgängerprojekt plant ein mehrköpfiges Team der Regionalgruppe Erlangen den Bau eines Müllentsorgungsystems in einem dreiwöchigen Auslandseinsatz im März 2019.
Der Kern dieser Low-Budget-Technologie ist ein gemauerter DeMontfort Mark 9 Zweikammerbrennofen mit einem Verbrennungsdurchsatz von ca. 50 kg Müll pro Stunde sowie einem ca. 4,5 m hohen Schornstein. Zusammen mit gemauerten Müllkammern sowie einer Überdachung steht die Anlage auf einem ca. 6 x 4 m großen Betonfundament. Erfahrungen aus Vorgängerprojekten zeigen, dass durch fachgerechte Bedienung Temperaturen von über 800 °C bis zu 1050 °C in den Brennkammern erreicht werden können.
Um die dauerhafte Funktionalität des Ofens zu gewährleisten, werden Krankenhausmitarbeiter im Umgang sowie der Wartung des Ofens mehrtägig geschult. Weiterhin werden wir die Problematik der Mülltrennung erläutern und mit der Krankenhausleitung sowie der Ortsverwaltung gemeinsam ein bedarfsgerechtes Konzept hierfür erarbeiten.
Zur nachhaltigen Sensibilisierung wird unser Team die Bildung einer lokalen Arbeitsgruppe aus Studenten und Dozenten der Ubon Ratchathani Universität für Umweltaspekte wie der Müllproblematik initiieren. Auch Situationsanalysen zur Müllproblematik in den Grenzregionen in Kambodscha und Laos für eventuelle Folgeprojekte sind geplant.

Unterstützung und Kontakt
Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Ihr Interesse! :) Fragen und Anregungen gerne an maximilian.deckelmann@teog.de
 
Technik ohne Grenzen e.V. 
IBAN:   DE45 4306 0967 8203 6815 00
BIC:     GENODEM1GLS
Zweck: Spende Thailand-Projekt
Information

Spendenstatus

80 % finanziert

1
Spender

80 %
finanziert

387 €
fehlen noch


Projektleitung

M. Deckelmann

Regionalgruppen

  • Erlangen

Projektmitglieder

Maximilian Deckelmann
Lara Hachmann
Kresimir Delinic
Thilo von Mansberg
Jonas Böhm
Sophie Hutzler
Lukas Köferl
Gig Chiraphat Kumpidet
Siriluk Pumirat
Anna-Lena Treutlein
Henning Risse
Charinee Srikhaolan
Siriluk Pumirat
Julia Wenske

Projektkategorie

      Müll

Zeitraum

Juni 2018 - heute

Projektphase

laufend


Aktuelles

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