Solarkocher, Charandura (Simbabwe)

Über das Projekt

Problematik

In Zusammenarbeit mit dem Kloster in Strahlfeld befassen wir uns mit der Problematik des Brennmaterialverbrauchs beim Kochen, welche in vielen Landregionen in Afrika herrscht.

Oftmals müssen zur Feuerholzbeschaffung weite Wege zurück gelegt werden und die Wälder werden immer weiter abgeholzt. Darüberhinaus wird sehr viel Zeit für das Kochen verwendet, da Feuerholz für 2-3 Mahlzeiten am Tag beschafft, die Mahlzeiten zubereitet und das offene Feuer bewacht werden muss. Durch den  Rauch entstehen gesundheitliche Probleme und eine offene Flamme birgt natürlich immer Gefahren, insbesondere für Kinder. Durch die Verbreitung von Solarkochern kann der Alltag vereinfacht, die Umwelt sowie die Gesundheit geschont werden.

Ein Solarkocher kann nur einen Teil des täglichen Kochens ersetzten, da er bei Dunkelheit nicht verwendet werden kann. Er ist allerdings einfach zu bedienen und kann das Essen ohne Aufsicht, allein durch die Sonneneinstrahlung garen bzw. auch backen.

Bei der Umsetzung soll geplant werden Jugendliche darin zu Schulen Solarkocher zu bauen, welche sie dann verkaufen können und dadurch Arbeitsplätze geschaffen werden.

Projektbeschreibung

Unser Team in Amberg baute bereits Sommersemester 2014 einen Solarkocher an der Hochschule nach dem ULOG-Modell und optimierte diesen. Im September 2014 flogen zwei unserer Mitglieder nach Simbabwe um mehrere Kocher dort mit Interessierten aufzubauen. Es konnte erfolgreich und in kürzester Bauzeit zwei Solarkocher bei einem Krankenhaus in einem Dorf namens Charandura, ca. 280 km südlich von Simbawes Hauptstadt Harare gebaut werden. Nach einer Einweisung von etwa 20 Interessierten in die Funktionsweise und den Nutzen des Kochers, konnte der Bau beginnen, bei dem alle, Männer wie Frauen, tatkräftig mitgeholfen haben. Probleme, wie fehlendes Werkzeug wurden kreativ gelöst, sowie neue Ansätze für die Materialwahl eingebracht. Dabei wurde das Team von den Mirarbeitern des Krankenhauses untersützt, wodurch auch kleinere Sprachbarrieren überwunden werden konnten. Nach Fertigstellung der Kocher wurde als erstes Brot damit gebacken. Bald wurde aber auch Reis, Fleisch und Fisch zubereitet und genossen. Am letzten Tag der Reise konnte erfolgreich ein dritter Kocher in einem Internat in der Näher der Hauptstadt gebaut werden. Auch hier kamen etwa 20 Interessierte zum Kocherbau. Alle Beteiligten an beiden Standorten wurde die Anleitung überreicht. Es bleibt abzuwarten, ob die Kocher auch in privaten Haushalten gebaut werden. Allerdings kam bereits eine positive Mail von einem Teilnehmer an, in der er versicherte ein Bild seines Kochers zu schicken, sobald dieser fertiggestellt ist.

Information

Spendenstatus

100%


Projektleitung

maxi.martin


Regionalgruppen

  • Amberg

Projektkategorie

      Energie

Zeitraum

August 2014 - September 2015

Projektphase

abgeschlossen


Aktuelles

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