Wasserhyazinthen-Kleinstbiogasanlage für Indonesien

Über das Projekt

Der Anteil der Energieträger zum Kochen in der ländlichen Region der Regentschaft Semarang (Indonesien) ist im Moment durch konventionelle Energie dominiert. Diese Energiequelle stellt eine hohe finanzielle Belastung für Familien mit niedrigem Einkommen dar und wirkt gleichzeitig negativ auf den Treibhauseffekt aus. Das Unkraut, die Wasserhyazinthe, ist außerdem ein sehr großes Problem auf dem See Rawa Pening in Semarang, da sie sich dort sehr schnell und aggressiv ausbreitet. Dies gefährdet sowohl die ökologische Lage des Sees als auch die wirtschaftliche Lage  der in der Umgebung lebenden Bevölkerung. Jedes Jahr werden zur Rettung des Sees viel Geld von der indonesischen Regierung investiert um das Unkraut zu vernichten.


Als Lösung für diese zwei Probleme gibt es die Idee, dass man die Wasserhyazinthen aus dem See nimmt und sie als Biogassubstrat verwendet. Durch die Realisierung dieses Projekts können die CO2-Emission und die Energiekosten des Anlagenbesitzers verringert werden. Daneben hilft der Anlagennutzer gleichzeitig durch die Ernte des Unkrautes den See zu säubern. Bis jetzt wurde bereits zwei Wasserhyazinthen-Kleinstbiogasanlagen durch unseren Partner in Indonesien realisiert. Aufgrund der mangelnden Forschungsfähigkeit unseres Partners sind die Gasausbeute und das gesamte Nutzungspotenzial der Wasserhyazinthen aus dem Rawa Pening See noch unbekannt. In Rahmen dieses Projekts sollen diese erst mit Hilfe der Versuchsanlagen an der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg untersucht und analysiert werden. Weiterhin soll das System des bestehenden Anlagenmodells durch den Einsatz einer Pumpe als hydraulischer Durchmischer optimiert  werden.


Nach der Beendigung der Forschung wird im Frühling des kommenden Jahres 2017 zusammen mit unserem Partner eine neue und effizientere Wasserhyazinthen- Kleinstbiogasanlage in der Regentschaft Semarang realisiert. Mit Hilfe dieser dezentralen Anlage können mehr als vier Familien jeden Tag mit Biogas aus Vergärung der Wasserhyazinthen zum Kochen versorgt werden. Dabei werden diese Familien auch durch einen Workshop theoretisch und praktisch geschult, um das System nicht nur selbst zu nutzen und zu verbreiten, sondern um auch über die globalen Zusammenhänge des Klimawandels und Energieverbrauchs sensibilisiert zu werden und deren eigene Rolle in diesem zu reflektieren.

Gallerie

Information

Spendenstatus

100%

1000€ Reisekosten, 1200€ Material, Transport und Arbeiter, 600€ Tauchpumpe, 150€ CO2-Projekt, 150€ Projektsicherheit


Projektleitung

florianus.josopandojo


Regionalgruppen

  • Rottenburg

Projektkategorie

      Energie

Zeitraum

November 2016 - Juni 2016

Projektphase

abgeschlossen


Aktuelles

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