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TeoG meets Elephant

Unser zweites Wochenende in Ghana bringt ein bisschen Freizeitspaß mit sich. Da wir am Freitagabend Teile der RG Sunyani treffen und uns ein Mitglied der RG gefragt hat, am Montag zu einem Event in seiner Matheklasse mitzukommen, beschließen wir, Samstag und Sonntag für Freizeit zu verwenden. 🙂

So starten wir am Samstag ganz in der Früh. Nach einigem Hin und Her haben wir dann endlich einen Platz im Bus Richtung Norden nach Tamale. Nach einer fünfstündigen Fahrt steigen wir in Fufulso (auch Damongo Junction genannt) aus. Weiter geht es in einem klapperigen Minivan – es ist unsere erste Fahrt in einem Tro-Tro Bus. In Damongo müssen wir nochmal umsteigen und legen die letzte Strecke nach Larabanga, was am Eingang zum Mole Nationalpark liegt, zu zweit auf dem Beifahrersitz in einem voll gestopften Taxi zurück. Komplett ausgelaugt von der ewigen Fahrt in der Hitze werden wir von dem freundlichen Besitzer der Savannah Lodge begrüßt. Wir beziehen eines der runden, bunten Hüttchen und machen uns nochmal auf in die Stadt, um die alte Moschee in Larabange anzuschauen.

Am nächsten Morgen fahren wir in den Park und schließen uns einem niederländischen Pärchen an, um eine einstündige Jeep-Safari zu machen. Wir haben Glück und sehen 4 Elefanten, einige Antilopen und Paviane. Danach gehen wir noch zu dem Aussichtspunkt des Mole Motel, von wo aus man auf ein Wasserloch blicken kann. Wir genießen die Ruhe der Natur, nachdem die Kultur hier um einen herum schon sehr laut und anstrengend sein kann. Nachdem wir ein bisschen Kraft in der Ruhe getankt haben, brechen wir wieder auf. Kaum wollen wir das Gelände des Motels verlassen, steht ein Elefant in der Einfahrt. Dieser spaziert gemütlich zum nächsten Baum, um sein Frühstück einzunehmen. Diese hautnahe Begegnung mit dem Elefanten ist natürlich nochmal ein tolles Erlebnis. Mit diesen Erinnerungen im Gepäck treten wir den langen Heimweg an. Wir finden uns im Großen und Ganzen gut zurecht. Viele nette Leute wollen uns auch immer helfen, manche verlangen aber hinterher dann direkt Geld, was nicht ausgemacht war. Eine lange Fahrt, ständige Aufmerksamkeit, weil man vor allem auch in den ländlichen Regionen als Weiße besonders auffällt und die Hitze machen uns am Ende des Tages zu schaffen. Wir freuen uns abends wieder in unser klimatisiertes Hostelzimmer einzuchecken und unsere Ruhe zu haben.

Anthony, der Leiter der RG Sunyani, lud uns heute Vormittag zu seiner Schule ein, wo er ehrenamtlich Mathe unterrichtet. Da heute der internationale Mathematik-Tag ansteht, haben die Schüler:innen einige kleine Vorträge zu Mathe-Projekten vorbereitet und es gibt ein Quiz, wo vier Häuser gegeneinander antreten. Am Anfang stellen wir uns noch kurz der Klasse mit ca. 90 Schülerinnen und Schülern vor und erzählen, wo wir Mathe in unserem Studium brauchen. Der Lernstand ist hier doch nicht wirklich zu vergleichen mit dem in Europa, wahrscheinlich, weil nicht auf der Muttersprache, sondern auf Englisch unterrichtet wird und die Klassen viel zu groß sind.

Fazit zum Reisen: man braucht Zeit und Geduld. Es hat sich definitv gelohnt, wir haben Tiere gesehen und auch deutlich ländlichere Gegenden, wo die Leute hauptächlich in Lehmhütten wohnen. Wir haben einen kurzen Eindruck vom ghanaischen Norden bekommen, wobei ein bisschen mehr Zeit für solch eine Unternehmung natürlich nicht geschadet hätte. Aber was soll man machen, die Arbeit ruft. 🙂 Wir hören uns das nächste Mal aus Techiman!

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Text: Katharina Mai