Agroforstsysteme für Kleinbauern

Über das Projekt

Ausgangssituation

Das südbrasilianische Klima ist mit seinen langen Sommern und hohen jährlichen Niederschlägen bestens für eine hochproduktive Landwirtschaft geeignet. Neben der industriellen Produktion, erzeugen brasilianische Kleinbauern dabei rund 70% der täglichen Lebensmittel des Landes. Allerdings wird auch ein Großteil der weltweit eingesetzten Agrotoxine in Brasilien verwendet. In den letzten Jahren hat sich nicht nur der ökologische Lebensmittelanbau ohne Chemie, sondern auch die Agroforsttechnik in Brasilien weit verbreitet. Trotz des generell wirtschaftlich besser entwickelten Südes des Landes, gibt es nur wenige Bauern, die dieses innovative Konzept von kombinierter Waldwirtschaft und Feldfruchtanbau nutzen.

Projektziele und -umsetzung

Die Regionalgruppe in Araranguá hat sich angesichts dieser Sitation mit diesem Projekt zum Ziel gesetzt, dieses Konzept lokalen Kleinbauern näher zu bringen. Dazu soll ein Agroforstsystem (AFS) entwickelt und auf einer Pilotfarm angepflanzt werden. Das technische Projekt und Fact-Sheet sollen dabei als Vorlage für weitere Projekte im globalen Süden dienen. Neben der Anpflanzung werden Kleinbauern in einem Workshop die Vorteile von AFS vorgestellt und die Pilotfarm als Demonstrationsfläche genutzt. Neben den technischen und praktischen Grundlagen von AFSs beinhaltet der Workshop auch einen Teil über Online-Vermarktungsstrategien der Produkte sowie die Nutzung von Sozialen Netzwerken. Um für die regionale Kleinbauerngruppe weitere Einkommensmöglichkeiten sowie Bildungschancen zu eröffnen, wird ein bestehender Stall zu einem Mehrzweckworkshop ausgebaut, der eine Saatgutbank, Baumschule sowie Platz für weitere Veranstaltungen und Präsentationen dienen soll.  

Internationale Zusammenarbeit

Das Vorhaben wird in Zusammenarbeit mit lokalen und deutschen Partnern durchgeführt: In Brasilien ist die Bundesuniversität von Santa Catarina (UFSC) in Araranguá ein tragendes Element und beheimatet die brasilianische Regionalgruppe. Weiterer wichtiger Projektpartner ist das brasilianische Biobauern-Netzwerk "EcoVida", was die Verbindung zu den lokalen Kleinbauern und Experten herstellt. Von deutscher Seite erhält das Projekt technische Unterstützung von der Fachhochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg am Neckar (HFR), die über langjährige Erfahrung mit Forschungsprojekten im Bereich Forstwirtschaft und Regionalmanagement in beiden Ländern verfügt.

Das Projekt wird durch den Rotary Club Nürnberger Land sowie Eigenmittel von TeoG Deutschland und Brasilien finanziert.

Gallerie

Google SketchUp of the multi-use-workshop
Information

Spendenstatus

100%


Projektleitung

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Lutz Michaelis

Regionalgruppen

  • Araranguá
  • Rottenburg

Projektmitglieder

Prof. Dr. Jens Poetsch (HFR / TeoG Rottenburg)
Prof. Dr. Kátia Madruga (UFSC Araranguá / TeoG Brasilien)


Projektkategorie

     

Zeitraum

August 2020 - heute

Projektphase

laufend


Aktuelles

Projektarbeiten laufen an

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