Umweltfreundliche Entsorgung von biomedizinischen Abfällen, Eikwe (Ghana)

Über das Projekt

Problematik

Man muss es wohl mit eigenen Augen sehen, um das Ausmaß des Müllproblems in Ghana und anderen afrikanischen Ländern vollständig zu erfassen. Selbst kleinste Einkäufe werden in schwarze Plastiktüten verpackt, anstelle von Flaschen wird Wasser aus kleinen Plastikbeuteln getrunken und all das landet gedankenlos am Straßenrand, bis sich der Müll dort nur so türmt. Auf dem weitläufigen Krankenhausgelände und in den vielen verschiedenen Stationen fällt zusätzlich noch infektiöser Müll, in Form von Plastikhandschuhen, Spritzen oder Verbandsmaterial an, der anders als in Deutschland nicht zentral entsorgt wird, sondern meist in einer abgelegenen Ecke des Geländes gesammelt und schließlich unter freiem Himmel unvollständig abgefackelt wird.

Projektbeschreibung

Das St. Martin de Porres Hospital Eikwe liegt in einem kleinen Fischerdorf, etwa zwei Stunden westlich der großen Küstenstadt Takoradi. Mit seinen 175 Betten und tausenden stationären und ambulanten Behandlungen jährlich versorgt es die gesamte Umgebung und wird in Zukunft wohl weiter wachsen.
Bislang wird der anfallende, kaum sortierte Müll in einem offenen Steingebilde abgefackelt, wobei die dabei erreichten Temperaturen nicht annährend ausreichen, um die reichlich vorhandenen infektiösen Anteile unschädlich zu machen. Außerdem könnte die erzeugte Müllmenge durch Ausbildung des dortigen Personals und adäquate Sortierung deutlich reduziert werden. Durch Recycling von sauberen Plastik und Wiederverwertung von Essen als Dünger oder Tiernahrung könnten bei funktionierender Mülltrennung zusätzlich Ansätze eines Mikrobusiness geschaffen werden. Der weiterhin anfallende, infektiöse Müll könnte in einem einfachen, selbstgemauerten, aber dennoch äußerst effektiv arbeitenden Verbrennungsofen auf vergleichsweise umweltfreundliche Art entsorgt werden. Verbrennungsöfen dieser Art wurden mit Unterstützung von Technik ohne Grenzen e.V. bereits in drei weiteren ghanaischen Krankenhäusern (in Techiman, Berekum, Agomanya - Berichte s.u.) erbaut und bewähren sich seitdem im Einsatz.
Nachdem ein Team von Technik ohne Grenzen bereits im November 2012 vor Ort war und nötige Informationen gesammelt hat, läuft die Vorbereitung nun auf Hochtouren. Für den Spätsommer 2013 ist eine Projektumsetzung in Eikwe geplant. Dann soll sowohl medizinisches als auch Reinigungspersonal geschult werden, das Waste Management optimiert und ein Verbrennungsofen errichtet werden. Falls Sie bei den Vorbereitungen mitwirken oder das Projekt mit Spenden unterstützen möchten, wenden Sie sich an Tobias Weghorn oder das "Krankenhausmüll-Team" von Technik ohne Grenzen e.V.!
Information

Spendenstatus

100%

Material, FlugMaterial, Flight


Projektleitung



Tobias Weghorn

Regionalgruppen

  • Erlangen

Projektkategorie

      Müll

Zeitraum

September 2013 - Oktober 2013

Projektphase

abgeschlossen


Aktuelles

No entries.